Category Archives: Suppen

Erdnuss-Tomaten-Weisskohl-Suppe

Was keiner weiss: Das auf der Suppe sind gar keine gerösteten Erdnüsse sondern Cashewkerne.
Was keiner weiss: Das auf der Suppe sind gar keine gerösteten Erdnüsse sondern Cashewkerne.

Letztens war ich mal in Düsseldorf. Schlecht an Düsseldorf: Die Sonnenfinsternis war nicht zu sehen. Gut an Düsseldorf: Ich konnte ausgezeichnet essen, und zwar im Sattgrün, einem vegetarischen Restaurant. Davon gibt es drei Filialen im Stadtgebiet, ich war in der am Medienhafen. Im Sattgrün bedient man sich selbst an einem überaus gut bestückten Buffet, was den Vorteil hat, dass man von allem mal ein bisschen probieren kann. Super Sache für Leute mit Multioptionsparalyse.

Zur Vorspeise hatte ich die Erdnuss-Tomaten-Weisskohl-Suppe, welche so gut war, dass ich sie zuhause gleich mal nachbastelte. Das Original hat ein kleines bisschen erdnussiger geschmeckt als meine Version, was bestimmt an der Sahne lag, die ich noch zugegeben hab. Wenn man die weglassen will ist die ganze Sache vegan (und in dem Fall die Erdnusscreme einfach mit ein bisschen heissem Wasser glatt rühren). Möhren waren im Original auch nicht drin, passen aber sehr gut.

Zutaten:

  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 grosse Zwiebel
  • 2 EL Sonnenblumenöl
  • 1/2 Kopf Weisskraut (hier: 620g)
  • Stück Ingwer (hier: 6g)
  • 5 mittelgrosse Möhren (hier: 275g)
  • 3/4 TL Salz, Pfeffer
  • 1 Flasche passierte Tomaten (hier: 690g)
  • 600 ml Wasser
  • 200 ml Sahne
  • 80 g Erdnusscreme

Zum Servieren:

  • Frühlingszwiebel
  • geröstete Erdnüsse
  • Zitronensaft

Die Zwiebel würfeln, das Weisskraut mit Messer, Hobel oder Küchenmaschine in feine Streifen verwandeln. Den Ingwer fein hacken, die Möhren in

In einem grossen Topf das Sonnenblumenöl erhitzen, darin den Kreuzkümmel kurz anbraten. Der sollte nicht schwarz werden!

Zwiebel dazugeben und glasig dünsten. Dann den Ingwer noch eine halbe Minute mitbraten, anschliessend das Kraut zugeben. Fünf Minuten rösten, dabei immer schön umrühren. Möhren zugeben, ebenfalls noch fünf Minuten mit dünsten. Dann mit 400ml heissem Wasser ablöschen, Salz zugeben und das Ganze erstmal köcheln lassen.

Nach zwanzig Minuten die Tomaten und das restliche Wasser zugeben, so lange weiter köcheln bis das Kraut weich ist.

Die Sahne erhitzen, die Erdnusscreme darin verrühren bis sie sich auflöst. Die Mischung dann in die Suppe geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zum Servieren Frühlingszwiebeln und geröstete Erdnüsse darübergeben, wer mag kann noch mit Zitronensaft abschmecken.

Diabeterinfo:

An sich hat die Suppe eigentlich so gut wie keine anrechenbaren Kohlenhydrate. Ok, eine KE von der Schlagsahne vielleicht, und eine knappe von der Erdnusscreme.  Aber das ist ja beides so fettig dass man das glaube ich schon vernachlässigen kann.

Ich hab jedenfalls beim Verzehr nur das dazu gereichte Brot berechnet, und dabei ein bisschen aufgerundet. Hat gut hingehauen.

Gemischter Bohneneintopf mit Bratapfel

Schönes Neues Jahr allerseits! Wir verbrachten Silvester in Süddeutschland, wurden hervorragend bekocht und ich bekam noch ein wunderbares Nachweihnachtsgeschenk überreicht – nämlich Eschi FiegeMittagstisch.

Als allererstes Gericht daraus gab es nun den gemischten Bohnentopf mit Bratäpfeln. Ic h verwendete allerdings keine Bohnen aus der Dose, sondern eine 500g-Packung gemischte getrocknete Hülsenfrüchte aus Italien. Die hatte ich schon ewig rumstehen, und nun schien endlich eine würdige Verwendung gefunden.  Aber Achtung, mit den Mengen der anderen Zutaten entsprechend verdoppelt oder verdreifacht ergibt das wirklich wahnsinnig viel Suppe. Also genau das Richtige für Gäste oder meine gefrässige Familie.

Gemischter Bohnentopf mit Bratäpfeln
Gemischter Bohnentopf mit Bratäpfeln

Dazu hatten wir dick geschnittene Brotscheiben, die im Backofen mit Olivenöl und Knoblauch geröstet wurden.

Super lecker, das Ganze. Und ohne Butterschmalz sogar vegan.

Zutaten:

  • 500g gemischte Hülsenfrüchte (verschiedene Bohnen, Spalterbsen, Linsen)
  • 2 Liter Wasser
  • 1/2 TL Salz
  • 3 große Zwiebeln
  • 2 große Knoblauchzehen, mit jeweils 2 Nelken gespickt
  • 10 Stangen Sellerie (1 Staude)
  • 1 große Stange Lauch
  • 1/4 TL Chiliflocken
  • 6 cm frischer Ingwer
  • 250 ml Weisswein
  • 3 Dosen gehackte Tomaten
  • 3 Äpfel
  • 2 Bund Frühlingszwiebeln
  • Salz, schwarzer Pfeffer
  • gehackte Petersilie
  • Olivenöl

Bratäpfel

  • 3 Äpfel
  • 2 EL Butterschmalz
  • etwas brauner Zucker

Röstbrot

  • dicke Scheiben Mischbrot
  • Olivenöl
  • 2 Zehen Knoblauch

Die Bohnen über Nacht einweichen, dabei von Glück sagen dass der liebe Mitbewohner, welcher immer die Küche so hübsch ordentlich macht, den Topf nicht entsorgte (“Ich dachte erst, da drin wär über Silvester was schlecht geworden”).

Am nächsten Morgen die Bohnen weich kochen. Genaue Garzeit kann ich leider nicht angeben, da ich irgendwo im Hause unterwegs war als sich in der Küche laut Angabe der Kinder irgendwas zwischen Explosion, Großfeuer und Vulkanausbruch ereignete. Der Topf war übergekocht, aber sowas von.  Erstmal eine Viertelstunde Putzpause, dann wieder zurück auf den Herd. Auf der Packung standen jedenfalls 35 – 40 Minuten Kochzeit.

Wenn sie dann endlich fertig sind, die Hülsenfrüchte grob abgießen und mit 1/2 TL Salz würzen.

Inzwischen kann man sich ja schonmal mit dem Gemüse beschäftigen, das dauert nämlich eine ganze Weile. Also Zwiebeln hacken, Stangensellerie würfeln, Lauch in Halbringe schneiden, Ingwer schälen und fein hacken, Frühlingszwiebeln fein hacken, Wein öffnen und schon mal kosten.

Dann die Zwiebeln in Olivenöl anbraten, zunächst den gespickten Knoblauch, dann Stangensellerie, Lauch, Ingwer, Chiliflocken dazugeben. Einige Minuten mitraten lassen. Mit Weisswein ablöschen und komplett einkochen lassen.

Derweil die Äpfel schälen, entkernen und klein schneiden. Mit den Dosentomaten zum Gemüse geben und das Ganze weiter einkochen. Im Original für 3 Minuten, aber bei der Riesenmenge braucht es schon ein bisschen mehr Zeit bis die Masse überhaupt warm ist. Salzen und pfeffern.

In einer extra Pfanne die Frühlingszwiebeln in Olivenöl kräftig anbraten, unter das andere Gemüse heben. Zum Schluss die Bohnen zugeben und alles gut durchziehen lassen.

Die Äpfel für die Bratäpfel vorbereiten, das heisst entkernen und in etwa 2mm dicke Scheiben schneiden.

Für das Röstbrot den Ofen auf 200° Ober/Unterhitze vorheizen. Ein Blech mit Backpapier belegen, dieses mit Olivenöl einstreichen. Brotscheiben auf der Oberseite mit Knoblauch einreiben, dann noch mit dem Backpinsel etwas Olivenöl drauf verteilen, ab auf’s Blech, die Knoblauchreste dürfen auch noch mit drauf. (Ich weiss, eigentlich verreibt man den Knoblauch auf dem bereits gerösteten Brot, aber eh ich da mit allen fertig bin sind die ersten schon wieder kalt…) Für etwa 10 Minuten im Ofen rösten – und die letzten drei Minuten ständig ein Auge drauf haben!

Ist das Brot im Ofen, geschwind noch die Bratäpfel im Butterschmalz braten, dabei mit ein wenig Zucker bestreuen. Ich briet sie in drei Durchgängen, und hab dabei jeweils vielleicht einen viertel Teelöffel Zucker verwendet.

So, und nun sind wir endlich fertig. Suppe in die Teller, Pfeffer und Petersilie drüber, paar Bratäpfel und Röstbrot dazu, und dann ordentlich reinhauen. Die 4,5 Liter Suppe essen sich nicht von selbst!

Diabetikerfoo

Für diese Suppe rechne ich 0,7 KE / 100g.

Die Nebenrechnung: Grob abgegossene Hülsenfrüchte 1400g (da war noch einiges an Einweichwasser mit dabei), 370g Zwiebeln, 450g Sellerie, 270g Lauch, 250ml Wein, 350g Äpfel, 165 g Frühlingszwiebeln, 1200g gehackte Tomaten, 50 ml Olivenöl machen insgesamt 4500g Suppe. (Ich hatte zwischendurch auch noch ungefähr 150ml Wasser nachgegossen, aber es ist ja auch entsprechend was rausgekocht).

Kohlenhydrate hat’s folgende: Hülsenfrüchte 243g (laut Packungsangabe 48,7g pro 100g Trockenmasse), Äpfel 38g, Wein 5g. Die Kohlenhydratangaben zu Weisswein schwanken (haha), es war jedenfalls ein trockener, ich denk da braucht man nicht soviel ansetzen. Insgesamt wären wir dann bei 286g Kohlenhydraten.

Rechnerisch ergeben sich 6,3 g Kohlenhydrate pro 100g Suppe, ich runde da aber lieber mal etwas auf, es kocht ja auch einiges an Flüssigkeit weg.

Äpfel und Röstbrot schätze ich grob nach der Formel kleiner Apfel 10 g Kohlenhydrate, eine halbe nicht zu grosse Scheibe Mischbrot ebenfalls 10g . In obigem Bild also beispielsweise 13g bzw. 1,3 KE extra.

ofengeröstete kürbis-kokos-suppe


Kürbissuppe (Symbolbild)

Also die Suppe ist natürlich nicht ofengeröstet, sondern der darin verarbeitete Kürbis. Es ist glaube ich meine erste selbstgekochte Kürbissuppe, und die war gleich ein richtiger Knaller. Ich hatte mich zunächst für dieses Rezept bei den Küchengöttern entschieden (ohne Garnelen), meinte  dann aber irgendwo gelesen zu haben daß sich gerösteter Kürbis in der Suppe noch viel besser macht. Also landete ich bei Firecrackers Roasted Pumpkin and Coconut Soup – ganz so aufwändig wurde meine Version dann aber nicht. Daß Foto vergaßen wir leider, aber wie orange pürierte Suppe aussieht kann sich die geneigte Leserschaft ja sicher vorstellen.

Zutaten:

  • 1 Hokkaidokürbis (ca. 1.3 kg)
  • 3 EL Sonnenblumenöl zum Backen
  • Salz, Pfeffer
  • 20 g Ingwer
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 1/2 TL Chiliflocken (mehr nach Geschmack)
  • 1 große Zwiebel
  • 3 EL Sonnenblumenöl
  • 750 ml Gemüsebrühe (evtl. mehr)
  • 1 kleine Dose Kokosmilch (400 ml)
  • Saft einer halben Zitrone (mehr nach Geschmack)

Kürbis waschen, entkernen und in gleichgroße Stücke schneiden. Auf einem Blech salzen, pfeffern und in Sonnenblumenöl wenden. Bei 200°C im Ofen backen bis er weich ist (30-40 Minuten).

Zwiebel würfeln, Ingwer und Knoblauch sehr fein hacken.

Zwiebel in einem großen Topf in Sonnenblumenöl anschwitzen. Nach einigen Minuten Ingwer, Knoblauch und Chiliflocken dazu, ebenfalls mitschwitzen.

Gerösteten Kürbis zufügen, kurz mitbraten. Mit Brühe ablöschen und alles etwa 10 Minuten köcheln lassen.

Vom Herd nehmen und pürieren.

Kokoksmilch zufügen und wieder erwärmen. Konsistenz der Suppe ggf. mit noch mehr Brühe feinjustieren.

Mit Salz, Pfeffer, weiteren Chiliflocken und Zitronensaft abschmecken.

rote-linsen-suppe mit aprikosen und kreuzkümmel

Die Suppe stammt, so wie die Sesamnudeln, aus der Lecker und von Cynthia Barcomi. Suppen mit roten Linsen hatte ich ja schon so einige, diese hier dürfte momentan den Platz eins auf meiner Rote-Linsen-Suppen-Geschmacksskala einnehmen. Ausgezeichnet mit den getrockneten Aprikosen.

Zutaten:

  • 1 große Zwiebel
  • 3 Knoblauchzehen
  • 2 Stangen Staudensellerie
  • 3 mittelgroße Möhren
  • 2 EL Butter
  • 4EL Olivenöl
  • Meersalz
  • 1/2 frische Chilischote
  • 1.5 EL  gemahlener Kreuzkümmel
  • 2 kleine Dosen Tomaten
  • 150 g getrocknete Aprikosen
  • Salz, Zucker, Pfeffer
  • 1.25 l Gemüsebrühe
  • 300 g rote Linsen
  • Zitronensaft

Zwiebel und Knoblauch schälen, fein würfeln. Sellerie imd Möhren putzen, waschen und kleinschneiden. Chili entkernen und fein hacken.

Butter und Öl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebel, Knoblauch, Sellerie, Möhre und eine Prise Meersalz zugeben und unter Rühren bei mittlerer Hitze gut fünf Minuten anbraten.

Chili und Kreuzkümmel zum Gemüse geben und unter Rühren einige Minuten mitbraten.

Tomaten zerdürcken, zum Gemüse geben und ca. 5 Minuten köcheln.Mit je 1 TL Salz und Zucker würzen.

Aprikosen klein schneiden (hab ich mit dem Wiegemesser gemacht).

Brühe aufgießen, Aprikosen und Linsen zugeben. 15-20 Minuten köcheln, bis die Linsen gar sind.

Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

 

süsskartoffel-kokos-suppe

Die Süßkartoffel-Kokos-Suppe fand ich im Blog von Frau Bogdan, sie ist köstlich und ratzfatz gemacht. Meine Änderungen an ihrem Rezept: Ich hab das Gemüse nicht in Sesamöl angebraten sondern das Öl hinterher darübergeträufelt, zusammen mit geröstetem Sesam.  Außerdem wurde ein bißchen Zitronengras mitgekocht. Ich schließe mich den Worten der Vorkocherin an:  Boah, lecker. Das Leben kann so einfach sein.

Stellt sich nur noch die Frage ob sie in schwarzer oder weißer Schüssel besser aussieht. Meinungen?

Zutaten:

  • 2 EL Sonnenblumenöl
  • 1 Zwiebel, gewürfelt
  • 2 Zehen Knoblauch, feingehackt
  • 3 Süßkartoffeln (das war ein knappes Kilo), geschält und in kleine Würfel geschnitten
  • 750 ml Gemüsebrühe
  • 2 Stängel Zitronengras, halbiert
  • 1/2 TL Kardamom
  • 2 TL brauner Zucker
  • 1 TL Chili (oder ½ frische Schote)
  • 1 Dose Kokosmilch
  • Salz, Pfeffer

Zum Servieren:

  • Sesamöl
  • gerösteter Sesam
  • Sojasauce (optional)

Zwiebel in Sonnenblumenöl anschwitzen. Wenn sie goldgelb ist Knoblauch hinzufügen, kurz mitdünsten. Süßkartoffelwürfel dazu, ebenfalls noch kurz mitdünsten.

Mit Gemüsebrühe aufgießen, Zitronengras dazu, alles köcheln lassen bis die Kartoffeln gar sind.

Zitronengras entfernen. Kokosmilch und Gewürze zufügen, nochmals aufkochen und dann pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Mit Sesamöl und Sesam bestreuen, wer mag schmeckt noch mit Sojasauce ab.

zitronengras-mais-suppe mit crème fraîche

Die Soße des Polenta-Gemüsegerichts von neulich fand ich ausnehmend gut, und weil die Suppe hier so ähnlich aufgebaut ist mußte ich sie dringend ausprobieren. Schmeckt hervorragend, und ist außerdem sehr robust gegenüber kleineren Eigenmächtigkeiten. Ich habe sie mittlerweile schon mehrfach gemacht und immer mal ein bißchen variiert (TK- oder Dosenmais statt Kolben, Milch zur Hälfte durch Wasser ersetzt, ohne Zitronengras und statt dessen Zitronenschale und -saft…), war aber jedes Mal gut. Das hier ist das Originalrezept. Und bitte unbedingt das Mais-Relish dazumachen, das gibt dem Ganzen so den letzten Schliff!

Zutaten:

Suppe:

  • 3 Maiskolben, Hüllblätter entfernt*
  • 50 g Butter
  • 1 kleine weiße Zwiebel, fein gehackt
  • 3 cm Ingwer, fein gehackt
  • 1 frische rote Chili, entkernt und fein gehackt
  • 25 g Mehl
  • 1 l Milch
  • 5 Stängel Zitronengras, fein gehackt
  • Salz und Pfeffer
  • 4 EL Crème Fraîche

* 1 Maiskolben = 100-150 g Maiskörner aus Dose oder TK

Mais-Relish:

  • 1 Maiskolben, Hüllblätter entfernt (hier: kleine Dose Mais)
  • 5 EL Olivenöl
  • Salz und Pfeffer
  • 1 frische rote Chili, entkernt und fein gehackt
  • 10 g frisch gehackter Koriander (hier: 1/2 TL gemahlener Koriander)
  • Zitronensaft (eigentlich ein gehackter Stängel Zitronengras, fand ich aber nicht so gut)

Maiskörner mit einem scharfen Messer vorsichtig von den Kolben schneiden, Kolben aufheben.

Butter in einem großen Topf bei mittlerer Hitze zuerlassen. Zwiebel, Ingwer und Chili darin 5 Minuten sanft dünsten, bis sie weich, aber nicht gebräunt sind.

Das Mehl unterrühren und 1 Minute anschwitzen.

Milch, Zitronengras, Maiskörner und -kolben zugeben und unter Rühren aufkochen. Bei reduzierter Hitze 20 Minuten köcheln lasen.

Maiskolben herausnehmen und entsorgen. Die Suppe glatt pürieren, durch ein feines Sieb in einen Topf streichen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Vor dem Servieren mit Crème Fraîche und Maisrelish garnieren.

Für das Relish Maiskolben mit 1 EL Olivenöl bestreichen, mit Salz und Pfeffer würzen. In einer vorgeheizten Grillpfanne weich garen. Etwas abkühlen, Körner vom Kolben lösen und mit den restlichen Zutaten vermengen. Abschmecken.

Oder einfach Dosenmais abtropfen lassen und mit allem anderen vermengen.

blumenkohlsuppe

Die Blumenkohlsuppe wollte ich eigentlich gar nicht verbloggen, denn erstens musste es schnell gehen, zweitens überhaupt Blumenkohlsuppe – gähn, und drittens wie fotografiert man die denn überhaupt? Sie war aber dann doch so gut, und damit meine ich richtig gut, dass ich das spontan erfundene Rezept hier mal festhalten werde. Der Trick ist, statt Schlagsahne Sauerrahm zu verwenden, und ausserdem das Ganze ein bisschen säuerlich mit Zitrone abzuschmecken. Auf die Art und Weise hat ein Ex-WG-Mitbewohner immer sein Blumenkohlgemüse gewürzt (à la seiner Oma), und wir leckten uns stets alle Finger danach ab.

Zutaten:

  • 20 g Butter
  • 1 Zwiebel
  • 1 Kartoffel
  • 1 Blumenkohl
  • 0.5 l Gemüsebrühe, ggf. mehr
  • 4 EL Sauerrahm / Schmand, mehr nach Geschmack
  • 2 EL Zitronensaft, nach Geschmack
  • Muskat
  • Salz, Pfeffer

Blumenkohl putzen, kleinschneiden und waschen.

Zwiebel kleinwürfeln und in Butter anschwitzen. Derweil Kartoffel kleinschneiden und ebenfalls würfeln. Wenn die Zwiebel glasig ist Kartoffelwürfel zugeben, kurz mitbraten.

Mit Brühe ablöschen. Blumenkohl dazugeben, alles bei geschlossenem Deckel 10-15 Minuten köcheln lassen, bis der Blumenkohl gar ist.

Vom Herd nehmen und pürieren. Ggf. noch Brühe zugeben, um die gewünschte Konsistenz zu erreichen. Zurück auf den Herd und auf der ausgeschalteten Herdplatte nochmal kurz aufwärmen lassen. Sauerrahm zugeben, Suppe mit Muskat und Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

Vielleicht war die Suppe auch so fein, weil ich die Сметана aus dem russischen Laden verwendet habe. Schmeckt nochmal ein bisschen anders als Saure Sahne oder Schmand, mir fehlt allerdings das kulinarische Vokabular um den Unterschied genau zu beschreiben.

Übrigens kann man hier nachlesen, was Smetana, Schmand, Schmetterling und butterfly miteinander zu tun haben.

soupe à l’oignon – überbackene zwiebelsuppe

Die Zwiebelsuppe stammt aus der “Großen Schule des Kochens” und dauert bei mir regelmäßig wesentlich länger als im Originalrezept angegeben. Aber wer es schafft in “15-20 Minuten” ein Kilo Zwiebeln goldbraun zu schmurgeln – ohne sie zu verbrennen –  kann mir das gerne mal zeigen.  Im Unterschied zum Original habe ich auch noch Wein und Gewürze zugefügt.

Zutaten:

  • 60 g Butter
  • 1 kg Zwiebeln, in dünne Scheiben geschnitten
  • 100 ml Weißwein
  • 1,25 l Gemüsebrühe
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1/4 TL Kümmel
  • 1/2 TL Thymian
  • 1/2 TL Estragon
  • Salz, Pfeffer

Zum Überbacken:

  • 10 Scheiben Baguette, 1 cm dick
  • 100 g Parmesan
  • 20 g zerlassene Butter

In einem großen Topf 60 g Butter zerlassen und die Zwiebeln behutsam 35-45 Minuten garen, bis sie goldbrraun sind. Nicht verbrennen lassen! Mit Weißwein ablöschen.

Gewürze im Teeei, Gemüsebrühe, Salz und Pfeffer dazugeben, 10-15 Minuten köcheln und abschmecken.

Währenddessen Backofen auf 150° vorheizen und das Baguette rösten, bis es trocken und leicht gebräunt ist.

Je zwei oder drei Scheiben in die Suppentassen geben und die heiße Suppe darübergießen. Dick mit Parmesan bestreuen, die zerlassene Butter darüberträufeln und alles goldbraun überbacken. Sofort servieren.

rote-linsen-kokos-ingwer-suppe

Draußen isses kalt (1°C und Nieselregen/Schneegriesel anyone?) – also lautet die Devise schnellstens alles zu Suppe zu verarbeiten was Küche und Keller hergeben. Leider war das nicht wirklich viel, daher wurde es die fünfmillionste Variation des Themas “Rote Linsen mit Kokosmilch”. Überraschungsgast diesmal: eine übriggebliebene Zucchini, die hat das Ganze so schön giftgrün gefärbt. Sieht man auf dem Bild aber nicht so.

Zutaten:

  • 200 g rote Linsen
  • 3 TL Gmüsebrühe (Instant-Pulver)
  • 3 EL Sonnenblumenöl
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 4 cm frischer Ingwer
  • 1 Zucchini
  • 2 EL Curry
  • 1/2 EL Kreuzkümmel
  • 250 ml Kokosmilch
  • Chilipulver, Salz

Rote Linsen in etwa 800 ml  Wasser garkochen.

Knoblauch und Ingwer feinhacken, Zuccchini in kleine Würfel schneiden.

Sonnenblumenöl in einem großen Topf erhitzen, Knoblauch und Ingwer darin anschwitzen. Zucchiniwürfel zugeben und einige Minuten dünsten. Currypulver und Kreuzkümmel darübergeben, rühren bis alles mit den Gewürzen überzogen ist.

Linsen incl. Flüssigkeit zugeben, Gemüsebrühe in etwas heißem Wasser auflösen und ebenfalls zugeben, zum Schluß die Kokosmilch. Noch einige Minuten köcheln lassen. Pürieren, mit Salz und Chilipulver abschmecken.

red lentil soup with vegetables, dates and ginger

here is another recipe inspired by chili and ciabatta. i made the vegetable soup with courgettes, with minor modifications. being warned that the amount of lentils in the original recipe was not enough to qualify for a lentil soup, i more than doubled the amount. i also added chick peas, baby peas and lemon juice. the soup is flavoured with a paste made of ginger, garlic, dates, chili and some other spices – which i find a very interesting (and tasty) take on seasoning.

ingredients:

paste:

  • 6 dates (cored)
  • 25 g fresh ginger
  • 2 cloves of garlic
  • 1/2 tsp pul biber (chili flakes), more to taste
  • 1/2 tsp ground coriander
  • 1 tsp cumin seeds
  • 1/2 tsp ground cumin seeds
  • zest of one lemon

soup:

  • 2 zucchini
  • 1 bunch of green onions
  • 15 small tomatoes
  • 160 g red lentils
  • a can of chick peas (340g)
  • 80 g baby peas (frozen)
  • 60 g couscous
  • 1.6 l vegetable stock (yes, it makes a lot of soup. i cooked for 6 people.)
  • 3 tbsp fresh lemon juice, more to taste
  • salt

to serve:

  • olive oil

cut dates, ginger and garlic in small pieces (i used a mincing knife), then pestle with the remaining spices into a thick paste.

cut zucchini in little pieces, cut spring onions in small rings, quarter tomatoes.

in a large pot, cook the ginger-paste in olive oil for a few minutes on medium heat. add zucchini and cook for a few minutes. add 800 ml vegetable stock, then add red lentils and cook for about five minutes. add remaining vegetable stock, chick peas and baby peas. when the lentils are almost done, add couscous and cook for another five minutes. season with salt. finally add green onions and tomatoes and let it simmer at very low heat for two minutes. season with lemon juice, and more chili flakes to taste.

to serve, sprinkle with a bit olive oil. we had it together with barbari.

note: the soup was quite thick, i wanted it to be more like a stew. if you want it more “soupy” you could leave out the couscous or use less lentils.