rote-beete-klösse


Da waren ja noch diese nicht verwendeten, vakuumierten Roten Beeten im Kühlschrank – was damit tun? Angesichts der guten Vorsätze von miss boulette, mal richtig nach Rezept zu kochen – denen ich mich angeschlossen habe – kommen eigentlich nur die Rote-Bete-Klöße in Frage. Aus der Neuen Vegetarischen Küche, klar. Alles im Hause, keine Zutat auf der inneren Mäkelliste, und vielleicht sind in der Kombination die Roten Beeten ja nicht so fehl am Platze. Das war eine gute Entscheidung, denn das Ergebnis schmeckt köstlich.

Ich stolpere übrigens über den Namen Rote-Beete-Klöße. Klöße sind nach meinem Verständnis in Wasser gegarte Kartoffelbälle. Mir ist allerdings auch keine passende Alternative eingefallen. Die Fleischvariante heißt bei uns Gehacktesklößchen, aber Rote-Beete-Klößchen klingt auch… nun ja. Vielleicht bin ich auch nur darüber gestolpert weil ich bei der Kaltmamsell den tollen Link zum Atlas zur deutschen Alltagssprache gefunden habe. Ich habe mich schon durch sämtliche Ergebnislisten geklickt, da findet man nämlich Antworten auf ganz spezielle Fragen: Wie sagt man in welcher Gegend zu Pommes Frites? Heißt es Orange oder Apfelsine? Staubzucker oder Puderzucker? Wie sagt man wenn man wählerisch beim Essen ist? … Die Seite macht süchtig. Was die Gehacktesklößchen betrifft: Meine Lieblingsalternative ist Faschiertes Laibchen. Also gab’s faschierte Rote-Beete-Laibchen. So werden sie gemacht:

Zutaten:

  • 200g gegarte Rote Beete, geraspelt
  • 2 Frühlingszwiebeln, fein gehackt
  • 40 g Parmesan, frisch gerieben
  • 50 g Feta, gerieben
  • 1 Ei, verquirlt
  • 2 EL fein gehackter Dill
  • 2 EL fein gehackte Minze oder Petersilie
  • Salz und Pfeffer
  • 60 g Semmelbrösel (nach Bedarf mehr)
  • 50 g Mehl, zum Wälzen
  • Sonnenblumenöl zum Braten

Rote Beete, Frühlingszwiebeln, Käse, Ei und Kräuter vermengen. Mit Salz und Pfeffer würzen, dann soviel Semmelbrösel unterrühren daß eine feste Masse entsteht. Abdecken und 1 Stunde kalt stellen.

Die Masse zu Klößen formen (falls sie zu feucht ist noch etwas zusätzliches Mehl einarbeiten – war bei mir aber nicht nötig, ich habe die Raspel etwas abtropfen lassen).

Das Mehl salzen und pfeffern und die Klößchen darin wälzen. (Wer Zeit hat legt Muster.)

Reichlich Öl in die Pfanne geben, bis kurz unter den Rauchpunkt erhitzen und Klößchen rundum goldbraun braten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Mit Zitronenspalten servieren.

Wir hatten dazu gesalzenen Joghurtdip.

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15 Comments

  1. Posted January 14, 2011 at 5:50 pm | Permalink

    Die Klösschen sehen bezaubernd aus. Damit könnte ich mich sogar an Klösse gewöhnen.

  2. tina
    Posted January 14, 2011 at 7:25 pm | Permalink

    und was haben die erstmal bezaubernd geschmeckt!

    aber wieso klossvorbehalte? auch wegen der wortwahl oder geht’s um kugelförmige bratlinge allgemein? in letzterem fall wären die hier eine gute einstiegsdroge denk ich…

  3. Posted January 14, 2011 at 7:28 pm | Permalink

    Wow, was für eine Farbe! Ich liebe Deine Bilder ja sowieso, aber die vorbereiteten Klösse sehen auf dem ersten Blick wie Pralinen aus.
    Schön, dass ich Dich mit meinem Vorsatz animieren durfte :-)

  4. Posted January 15, 2011 at 7:28 pm | Permalink

    der liebste Blog Award macht im Moment ja die Runde, und nun gehörst du auch dazu. Schau mal hier: http://www.hefe-und-mehr.de/2011/01/liebster-blog-award/

  5. Posted January 15, 2011 at 8:20 pm | Permalink

    Die muss ich ausprobieren!!! Sehen sehr lecker aus. Genau das richtige für Rote-Bete-Liebhaber, wie ich es nun mal bin.

  6. tina
    Posted January 16, 2011 at 8:29 pm | Permalink

    @missboulette: dankeschön. an pralinen haben die mich auch erinnert, daher die muster :-)

    @stefanie: dankeschön, das freut mich sehr. das ist schon der zweite award :-)

    @lisa: tu das. und selbst rote-beete-hasser werden begeistert sein!

  7. Posted January 17, 2011 at 6:00 am | Permalink

    Klossvorbehalt: wir kennen sie bei uns nicht. Das sind doch sonst grosse Kugeln aus der Fertigpackung :-)

  8. tina
    Posted January 17, 2011 at 9:26 pm | Permalink

    @lamiacucina: na dann werd ich demnächst wohl mal hütes machen…

  9. Posted January 20, 2011 at 6:35 am | Permalink

    Ich bin ja kein Fan von roter Beete, aber diese Kügelchen sehen doch allerliebst und sehr appetitanregend aus.

  10. Posted January 28, 2011 at 1:28 pm | Permalink

    Hi Tina,
    ooh die sehen aber lecker aus, noch leckerer als in Elias Buch, durch das ich mich auch gerade durcharbeite, es sind so viele tolle Rezepte. Bei der Alltagssprache bin ich auch ewig hängengeblieben besonders in der gärtnerischen Abteilung.
    viele Grüße

    Stephanie

  11. Susi
    Posted January 30, 2011 at 10:29 am | Permalink

    Nenn sie doch einfach Rote-Beete-Knödel, und gut ist :o)

    Hab in ner Münchner Wirtschaft mal ein Knödel-Trio aus verschiedenen Semmel-Knödel-Varianten gegessen. Einer war einer mit Rote-Beete, einer mit Spinat und einer mit Käse.

    Die Knödel hier schauen auch äußerst lecker aus. Muss ich mich auch mal drann machen.

  12. tina
    Posted January 31, 2011 at 7:43 pm | Permalink

    @steph + vilmoskörte: danke
    @susi: nee nee nee, knödel werden doch auch in wasser gekocht. :-)

  13. Posted March 2, 2011 at 8:36 pm | Permalink

    Ich habe deine Klösse heute ausprobiert und bin ganz hin und weg.Bald auf meinem Blog nachzulesen. Danke für das tolle Rezept!

  14. tina
    Posted March 4, 2011 at 10:25 am | Permalink

    @lisa: dankeschön. freut mich wenn’s schmeckt :-)

  15. frankenschulz
    Posted April 3, 2011 at 8:07 pm | Permalink

    Sehr lecker! Auch für Nichtvegetarier…

2 Trackbacks

  1. By fenchelsalat mit oliven und tomaten on April 3, 2011 at 7:07 pm

    [...] Rote-Beete-Klösse [...]

  2. By Leckers von Anderen « Experimentierkasten on November 24, 2011 at 1:17 pm

    [...] Rote Beete Klößchen, eher mini-Bratlinge mit Feta. Sommerliches Gericht. [...]

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