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Schlammbadtorte

schlammbadtorte
Schlammbad in gleißender Sonne (wurde zum Picknick mitgenommen…)

Die Torte hatte ich schon an verschiedensten Stellen im Internet gesehen, und der anstehende Kindergeburtstag diese Woche war nun willkommene Gelegenheit,  sie selber einmal auszuprobieren. Der Schokoladenkuchenteig ist eine adaptierte Version dieses Saure Sahne Kuchens, und für den Rest konsultierte ich die Anleitung  bei der fine craft guild.

Lessons learned:

  • Mini Kitkat reichen als Zaunlatten völlig aus. Aber die Anzahl bloss nicht zu knapp kalkulieren, bei 20cm Tortendurchmesser gilt es 62cm Umfang zu umzäunen. Das waren in meinem Fall 40 einzelne Riegel.
  • Geduld, Geduld, Geduld bis die Ganache den richtigen Aggregatzustand erreicht, um als Kleber für den Zaun zu dienen.
  • Die Menge für die Ganache ist wesentlich mehr als ich für den Kuchen brauchte. ABER! Der Rest ist ein prima Brotaufstrich.
  • Der Kuchenteig erscheint zunächst ein wenig trocken. Nachdem er aber eine Nacht mit Marmeladenfüllung und Schokoladenschlammdecke durchziehen konnte ist er perfekt.
  • Ja, ich hätte mir auch die Arbeit machen können selbst die Marzipanschweine zu modellieren. Nächstes Mal dann, versprochen.

Schokoladenkuchenteig:

  • 150 g Zucker
  • 150g Butter
  • 4 (kleine) Eier
  • 150g Saure Sahne
  • 225 g Mehl
  • 30g Kakao
  • 3/4 TL Natron

Guss und Deko:

  • etwa 100g Mango-Marillen-Fruchtaufstrich (den hier)
  • 250ml frische Schlagsahne
  • 100g Milchschokolade (Valrhona 40% Jivara)
  • 100g Zartbitterschokolade (Valrhona 70% Guanaja)
  • 2 Tüten Mini Kitkat
  • Marzipanschweine

Erstmal den Kuchen backen, das hab ich schon zwei Tage vorher gemacht:

Ofen auf 175° vorheizen.  Springform (26cm) mit Backpapier auslegen, Ränder mit Butter einfetten.

Mehl, Kakao und Natron vermischen.

Butter und Zucker cremig aufschlagen. Vanillezucker einrieseln lassen. Eier einzeln hinzufügen und gut unterschlagen. Saure Sahne hinzufügen und gut verrühren.

Mehlmischung hinzufügen und den Teig in die Springform geben.

Etwa 40 Minuten backen – zwischendurch Stäbchenprobe machen und ggf. auf Ober- Unterhitze schalten.  Den Kuchen auskühlen lassen.

Zusammenbau:

Den Kuchen in Tortenform bringen und etwas verkleinern. Letzteres geht gut mit einem Tortenring, um den man dann mit dem Messer herumsäbelt. Der Kuchen hatte danach etwa 20cm Durchmesser. Den Hügel in der Mitte musste ich abtragen, die Reste dann mit dem Fruchtaufstrich aussen rum kleben, so dass eine einigermassen ebene Fläche entsteht. Das muss jetzt auch nicht so super exakt sein, wir reden ja immerhin über ein Schlammbad.

Ach ja, halbiert werden muss der Kuchen auch noch. Den unteren Boden dann grosszügig mit dem Fruchtaufstrich bestreichen und den Deckel wieder aufsetzen. Die oben erwähnte Klebeaktion findet  danach statt.

schlammbadtortenbasis
… um das mal etwas zu verdeutlichen.

Für die Ganache die Schokolade kleinhacken, und unter ständigem Rühren langsam in der Schlagsahne erwärmen. Das gibt eine sehr sehr leckere Pampe mit der Konsistenz von dünnem Pudding. Die muss jetzt erstmal abkühlen, dabei immer mal umrühren.

In der Zwischenzeit die Kitkat-Riegel halbieren. Dabei sollte man recht vorsichtig sein, sonst gibt es Waffelbruch.

Und schon ist es Zeit für die Montage. Da die Ganache zu diesem Zeitpunkt noch recht dünnflüssig war, hat sich folgendes Vorgehen bewährt: Untere Hälfte des Kitkat mit Ganache einstreichen, an den Kuchen stellen, von aussen mit Tortenring fixieren. (Der Trick ist den Tortenring nicht zu weit einzustellen – bringt ja sonst nix, logisch, aber auch nicht zu eng sonst streift man die ganze Schokolade wieder ab. )

Ist der Zaun aufgebaut, kann die Ganache eingefüllt werden. Die sollte inzwischen auch so dick sein, dass sie nicht mehr aussen zwischen den Riegeln von der Torte läuft.  Den Rest (etwa 100ml) zur Weiterverwendung als enorm leckeren Schokoaufstrich in ein Gläschen füllen.

Nun nur noch die Schweinchen sowie eventuelle weitere Deko einsetzen, und fertig. Vor dem Verzehr 12 Stunden durchziehen lassen ist zu empfehlen. Und nicht vergessen den Tortenring zu entfernen und noch ein Schleifchen drum zu binden.

Osterbrunch

Brunch

Brunch ist ja immer wieder fein.  Für die Akten, und damit ich mal ein besseres Gefühl für die verfütterten Mengen bekomme hier die Mitschrift zum Osterfrühstück.

Für sieben Erwachsene und drei (relativ verfressene) Kinder gab es:

Es blieb einiges übrig, war aber okay denn so hatten wir am selben Tag noch ein ziemlich leckeres Abendessen, und am nächsten Morgen nochmal Frühstück für welches das Brioche getoastet wurde und der restliche Brötchenteig verbacken.  Und nun ist wirklich alles aufgegessen.

Getoastetes Brioche. Schmeckt so wie's aussieht.
Getoastetes Brioche. Schmeckt so wie’s aussieht.
Osterhäschen
Was ist das? Des Rätsels Lösung

 

Das geht jetzt erstmal nicht mehr weg

Huch, schon wieder fast ein Jahr rum seit dem letzten Rezept. Seitdem ist einiges passiert. Davon das Irrsinnigste: Mir wurde aus heiterem Himmel Diabetes Mellitus Typ 1 diagnostiziert. Naja, ganz so heiter war der Himmel nicht, denn bevor man’s rauskriegt ist man ja ein Weilchen schlapp und hat ziemlich viel Durst.

Konkret heisst das  jetzt immer schön die Kohlenhydrate mitzählen, einplanen wann man sich wie bewegt, und natürlich das fehlende Insulin spritzen.

Eigentlich darf ich ja alles essen. Uneigentlich sind Kuchen und Süßkram in den Mengen wie ich sie sonst zu verspeisen pflegte halt doch nicht mehr so günstig*.  Ab jetzt gibt es hier also Rezepte mit KE-Angabe**, und los geht es mit – haha – Schokoladenkuchen.

vv

* Nein, Diabetes Typ 1 bekommt man nicht von zuviel naschen. Das Immunsystem greift die Bauchspeicheldrüse an, so dass diese kein Insulin mehr produzieren kann (Diabetics play to win).

** KE heisst soviel wie Kohlenhydrateinheit und entspricht 10 Gramm Kohlenhydraten. Als Diabetikerin bekommt man dann sogenannte KE-Faktoren, die angeben wieviel Insulin pro KE gespritzt werden muss. Der Faktor variiert nach Tageszeit, da sich die Insulinempfindlichkeit im Laufe des Tages ändert. You live, you learn, wa?

Apfel-Streuselkuchen mit Heidelbeeren

Nein, nein, nein, ich will garnicht anfangen mit guten Vorsätzen, von wegen ENDLICH mal wieder regelmäßiger was posten. Das kann ja nur schiefgehen

Aber das Rezept hier muß verbloggt werden, es ist nämlich eine für mich optimale Kombination der Einzelbestandteile Teig, Belag,  Streusel. Bei den existierenden ungefähr zwei Millionen Apfelkuchenrezepten hatte ich bisher immer was zu mäkeln: entweder zu dicker Teig (500g Mehl – ich will doch kein Brot essen…), zu aufwändige Creme (erst noch Pudding kochen, och nö…), zu viel Streuselmasse (es heißt APFELkuchen… !). Die einzelnen Bestandteile entstammen also  drei unterschiedlichen Rezepten im Netz – die ich allerdings auch nach intensiver Recherche nicht wieder finden konnte.  Hier also meine Version nachdem ich den Kuchen heute das zweite Mal buk, basierend auf Schmierzettel plus Gedächtnisleistung. Foto gibt es, falls der Kuchen das Tageslicht nochmal in fotogenem Zustand erblickt.

Hefeteig:

  • 350 g Mehl (ggf. etwas mehr)
  • 1/2 Würfel Hefe  (knapp)
  • 70 g Butter
  • 70 g Zucker
  • Prise Salz
  • 1 Ei
  • 150 ml laufwarme Milch

Belag:

  • 250 g Quark (20% Fett)
  • 3 EL Zucker
  • 2 Eier
  • 1 Päckchen Vanillesaucenpulver zum Kochen
  • 3-4 große Äpfel
  • 1 Tasse TK Heidelbeeren

Streusel:

  • 190 g Mehl (naja, 200 gehen schon auch…)
  • 100 g Zucker
  • 100 g Butter

Mehl in eine Schüssel sieben, eine Vertiefung in die Mitte drücken. Darin Milch, zerbröselte Hefe und 1 TL Zucker vermengen. Auf dem Mehlrand den restlichen Zucker, Salz und die Butter in Stücken verteilen. Abdecken und 15 Minuten warm stellen.

Danach noch ein Ei zufügen, alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Wieder abdecken und 45 – 60 Minuten gehen lassen.

Ofen auf 175°C vorheizen.

Äpfel schälen und in Spalten schneiden. Wer mag, bestreut sie noch mit ein wenig Zucker + Zitronensaft.

Quark, Zucker, Eier, Vanillesaucenpulver glatt rühren.

Aus Mehl, Zucker, Butter krümelige Streuselmasse kneten.

Gut gegangenen Hefeteig ausrollen und auf das Backblech verfrachten. Quarkcreme darauf verteilen, danach Apfelspalten und Heidelbeeren, zum Schluß die Streusel.

35 bis 40 Minuten backen.

 

Die Heidelbeeren waren übrigens gar nicht geplant, wurden aber zwingend notwendig da die Apfelspalten nicht für Kuchen und gefräßige Kinder reichten.  Machen sich aber sehr gut, die blauen Farbkleckse.

Vegetarische Spitzkohlrouladen

Die Kohlrouladen waren super, die Tomatensauce okay (hat aber nicht optimal dazugepaßt) und der Kartoffelbrei nicht so toll, da die Kartoffeln seltsam schmeckten. Sehr ärgerlich. Die Tomatensauce gab es nur, weil nicht so viel Schmorsaft anfiel daß er für eine richtige Sauce gereicht hätte – da muß ich das nächste Mal wohl irgend etwas veggiebratensaucenartiges extra herstellen. Aber wie gesagt, die Kohlrouladen haben sowohl warm als auch kalt sehr gut geschmeckt, in letzterer Form auch bestens als Fingerfood geeignet. Das Rezept für die Rouladen stammt von Küchenlatein, ich habe die Menge vergrößert.

Zutaten:

  • 2 kleine Spitzkohl
  • 250 g braune Champignons
  • 2 rote Zwiebeln
  • 3 EL Butterschmalz
  • Salz, Pfeffer
  • 4 EL TK-Petersilie
  • 4 EL geröstete Pinienkerne
  • 45 g Weißbrotbrösel
  • 2 Eier (M)
  • 2 EL Butterschmalz (zum Anbraten der Kohlrouladen)
  • 250 ml Gemüsebrühe (eigentlich mehr damit die Sauce reicht)
  • 1 TL Speisestärke

Von den Kohlköpfen große äußere Blätter ablösen (12 Stück) und in Salzwasser blanchieren (hier: 4 Min). Abschrecken und abtropfen lassen.

Den restlichen Kohl in feine Streifen schneiden. Pilze putzen und in feine Scheiben schneiden. Zwiebeln fein schneiden und mit Butterschmalz anschwitzen, Krautstreifen zugeben und anbraten, dann Pilze zugeben und mitbraten. Mit Salz und Pfeffer kräftig würzen. Masse etwas abkühlen lassen. Petersilie, Pinienkerne, Brotbrösel und Eier untermischen.

Ofen auf 175°C vorheizen.

Die Füllung auf die Kohlblätter verteilen und diese fest aufrollen. In einer Bratenpfanne 2 EL Butterschmalz erhitzen, die Rouladen darin auf den Nähten anbraten, die Brühe angießen und im Ofen ca. 25 Minuten schmoren (Original: 15 min zugedeckt).

Ab hier trennen sich die Wege zwischen mir und dem Originalrezept. Ich hab mit der anfallenden Flüssigkeit und einer halben Dose gehackten Tomaten sowie ein paar Gewürzen (welche? welche waren das nur? egal.)  etwas tomatensaucenartiges fabriziert. Im Original wird die Speisestärke mit kaltem Wasser verrührt und die Bratflüssigkeit damit auf Saucenkonsistenz gebracht. Bei beiden Varianten gilt: Vorher die Rouladen aus der Form holen und warm halten

(D)FSSGF 8 – Post aus der großen Welt

Wir sind ja dieses Jahr aus einer zumindest kleinen Großstadt ins Grüne gezogen. Und zwar nicht nur so ein bißchen raus in die Einfamiliensiedlung, mit S-Bahn-Anschluß im Speckgürtel oder so. Nein, richtig in die Provinz und richtig auf’s Dorf mit knapp 400 Einwohnern. Da muß man sich essensmäßig natürlich schon etwas umstellen. Alles was nicht ganz alltägliche Zutaten verlangt muß langfristiger geplant werden, besonders exotische Zutaten bedürfen genauen Briefings reisender Familienmitglieder.

Wie schön wenn man da ein Päckchen bekommt, das Produkte aus einem leibhaftigen Asiamarkt enthält. Zum Beispiel frische Galgant- und Kurkumawurzeln! Sowas hab ich ja nicht mal in der alten Stadt in Originalform gefunden.Dazu noch Reismehl und Ginger Candy, ganz wunderbar.

Ilse von 356 days hat mir aber noch viele andere schöne Sachen eingepackt:

  • blaue Kartoffeln
  • selbstgemachtes Traubengelee
  • Walnüsse aus Frankreich
  • selbst angebaute Tomatillos
  • ebenfalls selbst gemachtes Gemüsechutney

Nicht in obigem Bild: ganz köstliche Zitronenplätzchen. Sie haben die Reise unzerkrümelt überstanden, aber nur um dann noch bevor sie auf’s Foto gebannt werden konnten verspeist zu werden. Zu meiner Verteidigung muß ich sagen, dass Kinder anwesend waren. Sehr gefräßige Kinder.

Vielen Dank liebe Ilse, ich habe mich sehr über das Päckchen gefreut und grüße herzlich zurück in den Süden! Wie immer auch Danke an Rosa für die Organisation, der Päckchentausch ist doch immer ein Highlight im Herbst.

zzzzzz….

Ja, hier ist schon lange kein Gericht mehr erschienen, was allerdings nicht daran liegt, daß wir nichts mehr essen. Es gibt halt außerhalb der Küche auch einiges zu tun. Aber spätestens wenn wir dann mal umgezogen sind und das neueste Kindlein Brei ißt gibt’s hier auch wieder was Neues.  Also bis auf bald.

Die Muffins sind übrigens diese hier (mit etwas weniger Zucker & Chocolate Chips), kann ich sehr empfehlen.

 

Weihnachtsbäckerei 2011

Nicht optimal präsentiert, aber immerhin vollständig: hier für’s Archiv die Plätzchen der diesjährigen Saison.

Die Neuen:

Die Klassiker:

Dazu kommen von meiner Schwester:

  • Limettenwölkchen
  • Zimtsterne
  • Nougatkipferl
  • Amaretto-Marzipan-Makronen
  • Caipirinhakekse
  • Omas Butterplätzchen (aber nicht unsere Oma)
  • Pistazien-Aprikosen-Kekse
  • Doppelte Nusssterne

Zum Vergleich, die hier gab’s letztes Jahr.  Und Tatsache, die Servietten sind noch die gleichen.

(D)FssgF 7 – Jackpot :-)

Zum zweiten Mal mache ich bei der Aktion Foodblogs schicken sich gegenseitig Freßpakete mit und so war die Spannung seit dem Wochenende groß. Wann kommt das Päckchen? Was wird wohl drin sein? Ich bin anscheinend bei den ersten Empfängern dabei, und hab gleich sozusagen den Jackpot erwischt: Ein Riesenpaket aus dem Bayerwald, genauer gesagt von Petra von Chili & Ciabatta. Ich bin ja ein großer Fan von Petras Koch- und Backkünsten, wie ich schonmal schrieb findet man im Zweifelsfall bei C&C immer etwas passendes zu den gerade vorhandenen Zutaten und/oder Gelüsten.

Und was war denn nun alles Schönes drin im Paket?

  • getrocknete Herbsttrompeten (aka Totentrompeten)–  für mich als Pilzliebhaberin, die jedoch selbst außer Pfifferlingen und Steinpilzen nix sammelt, ein besonders feines Geschenk.
  • eine wunderbare Auswahl an selbsthergestellten Chutneys und Konfitüren, als da wären:  Feigen-Chutney mit Balsamico-Essig, Tomaten-Chili-Konfitüre, Papaya-Chili-Konfitüre mit Limette sowie gewürzte Orangenmarmelade. Am Wochenende gibt’s definitiv eine Käseplatte um die ersteren zu verkosten.
  • Rosmarin-Grissini – auch die werden sich zu der Käseplatte hervorragend machen
  • ebenfalls aus eigener Herstellung: Cassis – schwarzer Johannisbeerlikör
  • getrocknete Sauerkirschen – eine seltene Leckerei, bei der ich noch unschlüssig bin ob ich damit Brownies ausprobiere oder einfach mein morgendliches Müsli damit verfeinere
  • und außerdem noch Zimt-Schoko-Mandeln, von denen die Hälfte schon verspeist wurde. Köstlich!

Alles in allem eine sehr feine Auswahl, ganz herzlichen Dank an Petra. Und natürlich an Rosa für’s Organisieren.

Update: Inzwischen ist auch mein Päckchen angekommen, und hier gibt’s die Zusammenfassung.